
Mit nur Dreiviertelschwüngen und Rückenschmerzen schlägt sich Collin Morikawa beim Masters beeindruckend. Drei Schläge vom Lead entfernt.
Collin Morikawa zeigt beim Masters Tournament in Augusta, dass Golfen nicht immer Kraft braucht – manchmal reicht pure Klasse aus. Der Amerikaner spielte an diesem Wochenende eine bemerkenswerte Serie: fünf aufeinanderfolgende Birdies, alle mit nichts anderem als Dreiviertelschwüngen. Das Besondere daran: Morikawa kämpft mit Rückenproblemen.
Die eingeschränkte Beweglichkeit würde normalerweise ein großes Hindernis beim Golfen darstellen. Doch statt auf Power zu setzen, verließ sich Morikawa auf Präzision und Kontrolle. Mit verkürztem Schwung navigierte er sich eindrucksvoll über den anspruchsvollen Platz und machte dabei nacheinander fünf Birdies. Damit sicherte er sich eine Position, die nur zwei Schläge hinter der Führung liegt.
Handwerk statt Athletik
Was diese Leistung besonders auszeichnet, ist die mentale Komponente. Viele Golfer würden sich von Rückenproblemen entschuldigen oder ihre Ambitionen zurückfahren. Morikawa wählte den anderen Weg: Er passte sich an, verlor dabei keine Schärfe und zeigte, dass technisches Verständnis und Präzision manchmal wichtiger sind als pure physische Kraft.
Die fünf Birdies hintereinander sind im Kontext der Masters ohnehin beachtenswert. Augusta National verzeiht selten, und eine solche Serie setzt ein hohes Maß an Konzentration und Bogey-freies Golf voraus. Morikawa lieferte genau das ab – trotz der körperlichen Einschränkungen.
Mit nur zwei Schlägen Rückstand auf den Leader bleibt die Chance auf das Grüne Jackett für den Kalifornier vollkommen intakt. Sein Wochenende ist ein Beispiel dafür, wie Anpassungsfähigkeit und handwerkliche Qualität über körperliche Widrigkeiten triumphieren können – eine echte Hut-ab-Leistung auf Golfs wichtigster Bühne.
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