Frankreich bereitet eine deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben vor, wobei Präsident Emmanuel Macron bis 2030 eine zusätzliche Investition von 36 Milliarden Euro unterstützt, um die militärischen Fähigkeiten und die nukleare Abschreckung des Landes zu stärken.
Der Vorschlag, der in einem aktualisierten Militärplanungsgesetz dargelegt ist, würde die Verteidigungsausgaben auf 2,5 % des BIP erhöhen, was wachsende Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten sowie Zweifel an der langfristigen Unterstützung der Vereinigten Staaten unter Donald Trump widerspiegelt.
Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin bezeichnete diesen Schritt als Reaktion auf einen "tiefgreifenden und brutalen Wandel" in der globalen Geopolitik, wobei Frankreich sich an eine für das Ansehen instabilere und konfliktanfälligere Welt anpassen möchte.
Ein zentrales Element des Plans ist die Erweiterung des französischen Nukleararsenals mit erhöhter Anzahl an Sprengköpfen und fortgesetzten Investitionen in die Abschreckung, die bereits etwa 13 % des Verteidigungsbudgets ausmacht. Paris unterhält den viertgrößten Atombestand der Welt und prüft zudem Wege, seinen nuklearen Schirm auf europäische Partner auszuweiten.
Über die nuklearen Fähigkeiten hinaus beinhaltet der Plan erhebliche Erhöhungen der Finanzierung konventioneller Streitkräfte. Milliarden werden für die Auffüllung von Artillerie, Luftabwehrsystemen und Langstreckenraketen bereitgestellt, während neue Investitionen auf Drohnenkriegsführung, Robotik und Raketensysteme der nächsten Generation abzielen werden.
Frankreich will außerdem seine Abhängigkeit von US-Militärunterstützung verringern, indem es unabhängige Fähigkeiten entwickelt, darunter ein Frühwarnsystem zur Erkennung von Raketenstarts, das möglicherweise bis 2035 von einem europäischen Satellitennetzwerk unterstützt wird.
Macron treibt einen Verteidigungsschub in Höhe von 36 Milliarden Euro voran
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