
Zum 25. Jubiläum der Alfred Dunhill Links Championship fordert ein Kommentar die Rückkehr des alten Dunhill Cups, als Bühne für Teamgolf neben dem Ryder Cup.
Vom 1. bis zum 4. Oktober 2026 wird die Alfred Dunhill Links Championship zum 25. Mal ausgetragen. Zum Auftakt des Jubiläumsturniers hat das Golfportal shank.golf eine Diskussion angestoßen. Autor Matt Hooper schlägt vor, den Vorgänger des Turniers wiederzubeleben: den Alfred Dunhill Cup, der nach dem Jahr 2000 eingestellt wurde.
Drei Plätze, 336 Teilnehmer und ein Titelverteidiger
Das Format ist in der Golfwelt einzigartig. In den ersten drei Runden spielen die 168 Profis und ihre 168 Amateurpartner im Wechsel auf dem Old Course in St Andrews, in Carnoustie und in Kingsbarns. Die Finalrunde findet traditionell auf dem Old Course statt. Kein anderes Profiturnier wird Jahr für Jahr auf dem berühmtesten Platz der Welt gespielt. Unter den Amateuren waren in der Vergangenheit auch prominente Gäste wie Bill Murray, Hugh Grant, Andy Garcia, Ronan Keating und Andy Murray.
Sportlich richtet sich der Blick zunächst auf Robert MacIntyre. Der Schotte gewann das wetterbedingt auf 54 Löcher verkürzte Turnier 2025 mit 198 Schlägen (18 unter Par) und lag vier Schläge vor Tyrrell Hatton. Beide stehen auch in diesem Jahr im Feld, ebenso wie Matt Fitzpatrick, Tommy Fleetwood, Justin Rose und Brooks Koepka.
Der Dunhill Cup: Nationen im Matchplay
Die Links Championship entstand 2001 und folgte auf den Alfred Dunhill Cup. Der Cup wird auf dem Old Course ausgetragen. Dabei traten Nationalteams mit jeweils drei Spielern im Matchplay gegeneinander an. 16 Mannschaften spielten in vier Gruppen zu je vier Teams über vier Tage. Den letzten Titel holte im Jahr 2000 Spanien mit Miguel Ángel Jiménez, Miguel Ángel Martín und José María Olazábal.
Das Preisgeld 1985 betrug nach Angaben von Hooper 1,5 Millionen US-Dollar. Richard Dunhill schrieb damals im Programmheft: „Es ist mir eine große Freude, Sie zur Premiere unseres neuen Dunhill Cups begrüßen zu dürfen. Ich bin sicher, dass dies nur die erste von vielen Gelegenheiten sein wird, bei denen wir die Spannung großer Nationen im Wettkampf genießen können." Für Hooper macht vor allem der Außenseiterfaktor den Reiz des Wettbewerbs aus.
Das Ende kam, als der World Cup, ein Wettbewerb für Zweierteams, im Jahr 2000 den Status eines World-Golf-Championships-Events erhielt. Die Veranstalter ersetzten ihren Cup daraufhin durch das heutige Pro-Am-Format.
Der Vorschlag: Ab 2032 alle zwei Jahre
Der Ryder Cup 2025 hat die Debatte über die Zukunft des Teamgolfs neu entfacht. Hooper argumentiert, dass Teamgolf auch außerhalb des Ryder Cups eine glaubwürdige Bühne braucht. Er schlägt einen Wettbewerb vor, der ab 2032 alle zwei Jahre in den Jahren ohne Ryder Cup stattfindet, gespielt auf denselben drei Plätzen wie heute. Acht Teams mit jeweils acht Spielern sollen in Fourballs, Foursomes, Greensomes und Einzeln gegeneinander antreten. Die K.-o.-Runden vom Viertelfinale bis zum Finale sollen auf dem Old Course ausgetragen werden. Ersetzen soll das neue Format nicht den Ryder Cup, sondern den Presidents Cup, den Hooper für die schwächere Veranstaltung hält.
Es handelt sich um die Meinung eines einzelnen Kommentators. Öffentliche Äußerungen der DP World Tour, des St Andrews Links Trust oder des Sponsors zu einer möglichen Wiederbelebung sind nicht bekannt. Die heutige Links Championship hat zwar eine Teamwertung im Pro-Am, im Kern bleibt sie aber ein Zählspielturnier für Einzelspieler. Mit einem Nationenwettbewerb im Matchplay hat sie wenig gemein.
Zum Jubiläum schließt sich trotzdem ein Kreis: Die drei Plätze, auf denen in dieser Woche gespielt wird, wären nach Hoopers Vorstellung auch die Bühne für den neuen Cup. Wer sich von 1. bis 4. Oktober durchsetzt, zeigt das Alfred Dunhill Links Championship Leaderboard.
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